Deutsches Cembalo nach Michael Mietke, um 1700
 
Vorbilder:
Zwei erhaltene Instrumente von Michael Mietke im Schloss Charlottenburg, Berlin, undatiert.
Ein Instrument im Museum Hudiksvall, Schweden, 1710.
Mietke lieferte auf Empfehlung von Johann Sebastian Bach im Jahr 1719 ein Cembalo an den Brandenburgischen Hof nach Köthen.

Tonumfang:
FF (ohne FIS) bis e’’’.
Disposition: 8`, 4’, 8`,
( 8´, 8`, einmanualig)

Materialien:
Die Innenkonstruktion ist ganz aus Nadelholz gemacht.
Die Wandungen sind aus Nussbaum.
Der Resonanzboden aus Fichte.
Klaviaturen mit Ebenholz belegt (wahlweise Knochen).

Der Innenraum im Klaviaturbereich und über dem Resonanzboden ist mit edlem Holz verkleidet, passend zur äusseren Gestaltung des Cembalos, hier zum Beispiel mit französisch Nussbaum oder Kirschbaum.

Das hier gezeigte weiß-goldene Untergestell ist dem des einmanualigen Instrumentes nachempfunden, das um das Jahr 1700 für Königin Sophie Charlotte gefertigt wurde.

Mietkes Instrumente vereinen italienische Cembalobaukunst (Innenkonstruktion) mit der für deutsche Instrumente typischen Bauform (doppelt gebogene Wandung).

Dieses Cembalo ist ideal für das Bachsche Repertoire. Es hat einen warmen und sehr unmittelbaren Klang und ist daher hervorragend geeignet für das Herausarbeiten von Stimmen in polyphoner und kontrapunktischer Musik.


zurück